Versunken und wiedererstanden – Glanz und Untergang antiker Städte im Lichte römischer Baudenkmäler der Provence
Vortrag Prof. Walter Leitner
Sparkasse Academy, Bozen, Sparkassenstraße 16 um 15.00 Uhr
Wenn man sich die Fläche des römischen Weltrei- ches zum Zeitpunkt seiner größten Ausdehnung vor Augen führt, wird unmissverständlich klar, welch großer Eroberungsdrang und welche Macht- sucht dieser Ethnie zugrunde lag. Da war kein Land zu karg, keine Wüste zu trocken, kein Gebirge zu hoch, kein Gewässer zu groß und kein Gegner zu stark. Rom und seine Legionen, Söldnerheere, Le- gionäre, riesiges Straßennetz, Brückenbau, durch- dachte Kampfstrategie, massive Grenzsicherung. Man unterteilte die eroberten Gebiete außerhalb des Mutterlandes Italien in Provinzen ein. Es waren dessen vierzig. Die heute von Frankreich entlehnte Bezeichnung „Provence“ stammt aus dieser Zeit. Geographisch entsprach diese Region ursprünglich der sog. „Gallia transalpina“, die von den Römern im Jahre 124 v. Chr. erobert und unter Kaiser Ti- berius im Jahre 27 n. Chr. in „Gallia Narbonensis“ umbenannt wurde. Diese, zu den schönsten Land- schaften Frankreichs gehörende Provinz, wartet mit besterhaltenen römischen Bauwerken wie Amphi- theatern, Tempeln, Aquädukten und Theatern auf, die wir im Zuge unserer Reise bestaunen werden (Nîmes).

